Langzeitmiete auf Mallorca: Was der Quadratmeter wirklich kostet
Der staatliche Mietindex kennt jede Gemeinde. Zwischen Calvià und Llubí liegt der Faktor 2,4 – und ein Haus ist fast überall günstiger als eine Wohnung
georama · CC BY 3.0
Wer auf Mallorca langfristig mieten will, hört zuerst, dass es nichts gibt. Dann hört er Preise, die von Portal zu Portal schwanken. Was selten jemand ansieht: den staatlichen Mietindex SERPAVI, für den das Wohnungsministerium die tatsächlich hinterlegten Mietkautionen auswertet. Keine Angebote, sondern abgeschlossene Verträge, je Gemeinde und Jahr, als Median. Das ist die verlässlichste Zahl, die es zur Langzeitmiete gibt.
Wohnungen: von 5,30 bis 12,72 Euro
| Gemeinde | Miete Wohnung 2024 |
|---|---|
| Calvià | 12,72 €/m² |
| Banyalbufar | 10,19 €/m² |
| Llucmajor | 10,09 €/m² |
| Palma | 9,84 €/m² |
| Andratx | 9,27 €/m² |
| Marratxí | 9,09 €/m² |
| Esporles | 8,62 €/m² |
| Sóller | 8,46 €/m² |
| Median aller Gemeinden | 7,14 €/m² |
| Algaida | 6,16 €/m² |
| Artà | 6,12 €/m² |
| Sa Pobla | 5,88 €/m² |
| Campanet | 5,88 €/m² |
| Lloseta | 5,82 €/m² |
| Selva | 5,70 €/m² |
| Lloret de Vistalegre | 5,65 €/m² |
| Llubí | 5,30 €/m² |
Für 43 der 53 Gemeinden weist der Index 2024 einen Wohnungswert aus; wo zu wenige Verträge vorliegen, bleibt das Feld leer, und wir lassen es leer. Calvià steht allein an der Spitze, mit einem Abstand von zweieinhalb Euro zur nächsten Gemeinde. Das Landesinnere, von Sa Pobla bis Llubí, liegt bei weniger als der Hälfte.
Diese Zahlen sind Mediane über alle Wohnungsgrößen. Sechzig Quadratmeter in Palma kosten danach im Mittel rund 590 Euro im Monat, in Llubí rund 320. Das Angebot, das Sie sehen, liegt in der Regel darüber, weil Bestandsmieten den Median drücken. Der Index sagt Ihnen, was die Gemeinde tatsächlich zahlt, nicht, was heute ausgeschrieben ist.
Häuser: günstiger je Quadratmeter, fast überall
| Gemeinde | Miete Haus 2024 |
|---|---|
| Calvià | 9,72 €/m² |
| Palma | 7,87 €/m² |
| Deià | 7,67 €/m² |
| Marratxí | 7,64 €/m² |
| Bunyola | 7,35 €/m² |
| Alaró | 7,28 €/m² |
| Median aller Gemeinden | 5,68 €/m² |
| Son Servera | 4,38 €/m² |
| Llubí | 4,21 €/m² |
| Montuïri | 4,03 €/m² |
| Sa Pobla | 3,98 €/m² |
| Porreres | 3,91 €/m² |
| Vilafranca de Bonany | 3,47 €/m² |
Für Häuser liegen sogar 52 Gemeinden vor. Und nur in drei von 43 Gemeinden, für die beide Werte existieren, kostet der Quadratmeter Haus mehr als der Quadratmeter Wohnung. Das widerspricht dem Gefühl, ist aber einfach zu erklären: Häuser sind größer, und der Preis je Quadratmeter fällt mit der Fläche. Wer 150 Quadratmeter braucht, fährt mit einem Haus in Porreres bei knapp 590 Euro im Monat günstiger als mit einer Wohnung halber Größe in Palma.
Wie sich die Miete entwickelt hat
| Jahr | Median Wohnung, alle Gemeinden |
|---|---|
| 2011 | 4,98 €/m² |
| 2019 | 5,62 €/m² |
| 2024 | 7,14 €/m² |
Acht Jahre lang, von 2011 bis 2019, stieg der Median um 13 Prozent. In den fünf Jahren danach um 27. Die Beschleunigung ist das eigentliche Ereignis. Und sie findet nicht dort statt, wo es am teuersten ist: Llubí, Lloseta und Sineu haben seit 2019 um mehr als ein Drittel zugelegt, Calvià um 23 Prozent. Der Beitrag zum Landesinneren zeigt die vollständige Reihe.
Warum es in manchen Gemeinden kaum Langzeitmieten gibt
Zwei Zahlen erklären das Angebot besser als jede Anekdote.
Ferienvermietung. In Deià kommt auf jeden Einwohner fast ein lizenziertes Ferienbett (0,98), in Escorca 0,89, in Pollença 0,82, in Santanyí 0,62. In Palma sind es 0,01. Wo ein Bett in der Ferienvermietung mehr einbringt als eine Wohnung in der Langzeitmiete, verschwindet die Langzeitmiete. Es ist kein Zufall, dass gerade für zehn Gemeinden gar kein Wohnungswert vorliegt: zu wenige Verträge.
Zweitwohnungen. 32,3 Prozent aller Wohnungen der Insel sind kein Hauptwohnsitz. In Fornalutx 66,8 Prozent, in Andratx 60,6, in Santanyí 58,4. Diese Wohnungen stehen dem Mietmarkt nicht zur Verfügung, ohne dass sie je in einem Portal auftauchen.
Die Gemeinden mit dem größten Angebot an Langzeitmieten sind deshalb diejenigen, in denen Menschen ganzjährig leben und arbeiten: Palma, Marratxí, Inca, Manacor, Llucmajor. Dort ist der Anteil der Hauptwohnsitze am höchsten und die Ferienvermietung am dünnsten.
Miete und Einkommen
Der Index sagt, was gezahlt wird. Das INE sagt, was verdient wird: Im Median der Gemeinden 16.013 Euro netto je Person und Jahr, Stand 2023. Valldemossa liegt bei 22.096 Euro, Inca bei 13.527. Beide Zahlen nebeneinander erklären, warum die günstigste Miete nicht automatisch die bezahlbarste ist: In Inca trifft die niedrigste Miete der Insel auf das niedrigste Einkommen.
Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben
- Prüfen Sie, ob die Wohnung eine Ferienvermietungslizenz hat. Eine Wohnung mit Lizenz wird im Sommer selten langfristig vermietet, und eine Langzeitmiete in einem Haus voller Ferienwohnungen ist etwas anderes als eine in einem Wohnhaus. Der Lizenz-Check prüft Adresse oder Nummer gegen das Register.
- Sehen Sie sich die Gemeindeseite an, bevor Sie sich auf eine Gegend festlegen. Sie zeigt Miete, Einkommen, Ferienvermietungsdichte und Anteil der Hauptwohnsitze nebeneinander.
- Die Ortswahl sortiert die Gemeinden nach Mietniveau und Winterleben, wenn Sie noch offen sind, wohin.
Alle Mietwerte auf dieser Seite stammen aus dem SERPAVI-Index des Wohnungsministeriums, Stand 2024, und stehen mit Perzentilen auf der Mietseite. Was der Index nicht ausweist, weisen wir nicht aus.
Die Zahlen zu diesem Text
Amtliche Kennzahlen der Gemeinden, um die es oben geht. Der Text ist Einschätzung, das hier nicht.
| Gemeinde | Miete Whg. | Käufe/Q | ETV | Kataster je Objekt |
|---|---|---|---|---|
| Calvià | 12,72 | 282 | 469 | 118.712 |
| Deià | — | 5 | 107 | 206.802 |
| Llubí | 5,30 | 5 | 80 | 54.088 |
| Palma | 9,84 | 1270 | 647 | 72.620 |
| Sa Pobla | 5,88 | 28 | 261 | 51.032 |
| Sóller | 8,46 | 60 | 624 | 100.482 |