So liest du die Zahlen auf dieser Seite
Was ein Median aussagt, warum manche Felder leer bleiben und wo die Grenzen liegen
georama · CC BY 3.0
Die Zahlen auf mallorqa stammen ausnahmslos aus amtlichen Quellen. Das klingt nach Sicherheit, bringt aber Eigenheiten mit, die man kennen sollte, bevor man daraus eine Kaufentscheidung ableitet.
Der Median ist nicht der Durchschnitt
Alle Mietangaben sind Mediane: die Hälfte der erfassten Objekte liegt darüber, die Hälfte darunter. Das ist robuster als ein Durchschnitt, den einzelne Villen nach oben ziehen. Neben dem Median stehen das 25.-Perzentil und das 75.-Perzentil — zwischen diesen beiden Werten liegt die mittlere Hälfte des Marktes. Ist diese Spanne weit, ist die Gemeinde uneinheitlich bebaut.
Wohnung und Haus werden getrennt geführt
Das Ministerium unterscheidet zwischen vivienda colectiva und vivienda unifamiliar. Beide unterscheiden sich um zwei bis vier Euro je Quadratmeter. Ein gemischter Wert wäre eine Zahl, die keinem realen Objekt entspricht — deshalb stehen sie hier nebeneinander statt zusammengefasst.
Leere Felder sind Absicht
Wo weniger als etwa zehn Mietobjekte in die Auswertung eingehen, veröffentlicht das Ministerium keinen Preis. In Deià betrifft das die Wohnungen: acht Objekte, kein Wert. Statt einer Schätzung steht dort die Fallzahl.
Dasselbe gilt für den Gutachtenwert, den es nur für Gemeinden über 25.000 Einwohnern gibt — auf Mallorca sind das sechs. Andratx, Deià, Sóller, Santanyí und Pollença fallen darunter.
Was hier fehlt, und warum
Einen tatsächlichen Kaufpreis je Quadratmeter Wohnfläche gibt es nicht. Nicht, weil er nicht erhoben würde, sondern weil die beiden Stellen, die ihn führen — das Notarsportal und der Catastro — die Weiterverwendung untersagen. Was hier steht, ist der amtliche Katasterwert, und der liegt systematisch unter dem Marktwert.
Als Rangfolge ist er trotzdem aussagekräftig: dass Deià beim Katasterwert je Objekt an erster Stelle steht, ist keine zufällige Zahl.